Vor 50 Jahren wurde die Salzkammergut Lokalbahn eingestellt. Bereits kurz nach der Fertigstellung der heutigen Westbahnstrecke im Jahr 1860 gab es Pläne für eine Bahnverbindung zwischen Salzburg und Bad Ischl. Im Jänner 1890 erteilte Kaiser Franz Joseph I. eine Konzession. Das erste Teilstück von Ischl nach Strobl wurde noch im Sommer 1890 eröffnet; kaum ein Jahr später konnte bereits das große Salzburger Teilstück von Salzburg nach Mondsee dem Verkehr übergeben werden. Der Abschnitt zwischen Strobl und St. Lorenz wurde in nur zweijähriger Bauzeit realisiert, so dass Kaiser Franz Joseph I. am 12. Juli 1893 bereits mit der neu fertig gestellten Lokalbahn nach Ischl zur Sommerfrische reisen konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterblieben dringende Modernisierungsmaßnahmen, wie etwa die oftmals geforderte Elektrifizierung, und die steigende Konkurrenz durch den Straßenverkehr führte zu einem Rückgang der Beförderungszahlen. Bereits 1950 kam es zu ersten Finanzierungsengpässen und das Gespenst der Einstellung ging erstmals um. Da sowohl Verhandlungen mit der ÖBB als auch die Suche nach Kapital zur Modernisierung des „Feurigen Elias“ ergebnislos blieben, wurde die SKGLB eingestellt. Am 30. September 1957 verkehrten die letzten regulären Personenzüge zwischen Salzburg und Bad Ischl. Die Bevölkerung nahm großen Anteil an der Stilllegung dieser Schmalspurbahn und es kamen viele Schaulustige zu den Bahnhöfen, um die Ischlerbahn, wie sie der Volksmund nannte, ein letztes mal zu sehen. August Zopf, Leiter des Mondseer SKGLB-Museums, hat zum 50 Jahrestag der Einstellung eine Gedenkschrift herausgegeben, die im SKGLB-Museum und im Museum Mondseeland, erworben werden kann. Im Rahmen der Mondseer Modell-Echt-Dampf-Tage am 8. und 9. September wird im SKGLB-Museum die Sonderausstellung: „Die letzen Betriebstage der SKGLB“ gezeigt.
Rückfragehinweis: Wolfgang Mierl, Omnipublica, Mondsee


